NS-Zeit

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Welcher Schuh darf es denn sein: Szene in einem Berliner Schuhgeschäft um 1933. ©Getty Images/ullstein bild

NS-Zeit und Zweiter Weltkrieg

Nach Jahren politischer Unsicherheiten und der Not der Weltwirtschaftskrise verbinden viele Menschen in Deutschland mit Machtantritt der Nationalsozialisten im Januar 1933 zunächst Hoffnungen auf bessere Zeiten. Das NS-Regime knüpft seine Verheißungen von Wohlstand und gutem Leben jedoch an einen totalitären Führungsanspruch. Staatlicher Terror und Propaganda verwandeln Deutschland binnen kurzer Zeit in eine Diktatur, in der sich alles – auch die Wirtschaft – den Welteroberungsplänen Adolf Hitlers unterordnet. Der offene Antisemitismus wird zum offiziellen politischen Programm. Auch im Einzelhandel führen die neuen Machtverhältnisse zu tiefgreifenden Veränderungen. Die jüdisch geprägte Branche verliert über Arisierung und Enteignung der großen Warenhausunternehmen ihre innovativsten Köpfe. In der Ökonomie spiegelt sich die Weichenstellung hin zu einer Rüstungs- und Kriegswirtschaft vor allem in Engpässen bei der Versorgung der Menschen mit Waren und Konsumgütern. Dem vom Regime kontrollierten Einzelhandel bleibt nur die Aufgabe, den um sich greifenden Mangel zu verwalten. Im Verlauf des Zweiten Weltkriegs spitzen sich die Entbehrungen zu; am Ende bricht nicht nur der Handel zusammen, sondern alles. Ein Land liegt in Trümmern. ​

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BDM-Mädchen als Ladenhilfe in einem Lebensmittelgeschaeft ©ullstein bild/Heinrich Hoffmann

Einzelhandel im Nationalsozialismus

Kaufen unterm Hakenkreuz – eine kleine Leseprobe.

Berlin 1941